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“Really Simple Syndication” - der Beginn einer Erfolgsgeschichte

RSS - die Abkürzung steht für “Really Simple Syndication” - basiert auf der Auszeichnungssprache XML. Alle RSS-Dateien müssen somit der XML 1.0-Spezifikation entsprechen, wie sie vom World Wide Web Consortium vorgegeben wurde. RSS wurde ursprünglich von den Firmen Netscape und UserLand Software entwickelt.

In späteren Jahren wurde das anfänglich noch sehr einfache Dateimodell erweitert. Seit der Version 1.0 sind in RSS XML-Namensräume verfügbar, die es erlauben, innerhalb von XML-Dokumenten eigene Element- und Attributnamen zu definieren. Damit können innerhalb von RSS-Dateien eigene Erweiterungen definiert werden. Außerdem wurde das vom World Wide Web Consortium standardisierte RDF ein Bestandteil von RSS. RDF steht für “Resource Description Framework” und definiert ein Modell zur Repräsentation von Metadaten. Metadaten wiederum sind Daten, die Informationen über andere Daten enthalten.

Aufbau einer RSS-Datei

Eine RSS-Datei (oder RSS-Feed) stellt in seiner einfachsten Form eine Auflistung von Artikelüberschriften und dazugehörigen Hyperlinks dar. Jede RSS-Datei besteht aus einem <channel>-Element, das wiederum andere Elemente enthält:

  • <title>: Enthält den Namen des RSS-Feeds.
  • <link>: Enthält eine URL, die zur Webseite des Feed-Anbieters führt.
  • <description>: Ein kurzer Text, der den Inhalt des RSS-Feeds beschreibt.
  • <language>: Definiert die Sprache, in der das Feed verfasst wurde.

Alle hier angeführten Elemente sind verpflichtend. Daneben gibt es noch eine Reihe von optionalen Elementen. Die wichtigsten davon sind: <copyright>, <webMaster> und <pubDate>. Außerdem kann noch ein <image>-Element enthalten sein, das auf ein Bild auf der Webseite des Feed-Anbieters verweist.
Das <channel>-Element kann eine beliebige Zahl von <item>-Elementen aufweisen, die die einzelnen Artikelüberschriften sowie den zu jedem Artikel gehörigen Hyperlink enthält. Alle innerhalb des <item> angeführten Elemente sind optional:

  • <title>: Enthält den Titel des <item>.
  • <link>: Ist die URL des <item>. Beim Öffnen dieses Links gelangt man auf die Webseite des Feed-Anbieters, wo der Artikel gelesen werden kann.
  • <description>: Enthält eine kurze Zusammenfassung des Artikels.
  • Andere mögliche Elemente sind <author> und <pubDate>.

RSS-Feeds bringen für Anbieter und Nutzer viele Vorteile

RSS basiert auf XML und ist daher plattformunabhängig. Da eine RSS-Datei eine reine Textdatei ist, kann sie auf vielfältige Weise genutzt werden. RSS-Dateien können einerseits über Scripts ausgelesen und in HTML-Formatierung in einer Webseite angezeigt werden, wie das etwa im RSS-Verzeichnis von quiteso.at der Fall ist. Andererseits ist es möglich, Feeds über spezielle Anwendungsprogramme - sogenannte Newsreader - auszulesen.

Das Interesse an der Nutzung von RSS-Feeds nimmt stetig zu. Der Anbieter eines RSS-Feeds hat daher die Möglichkeit, größere Reichweiten für seine Inhalte zu erzielen.

Wenn Aussender von E-Mail-Newslettern die Inhalte Ihrer Newsletter zusätzlich als RSS-Feeds anbieten, können sie damit auch Nutzer erreichen, die sich nicht für einen Newsletter registrieren wollen. Statt sich für einen Newsletter zu registrieren, kann der Nutzer eines Feeds die RSS-URL jederzeit anonoym in seinen Reader aufnehmen und auch wieder entfernen.

Der Anbieter eines RSS-Feeds muss keine Bedenken haben, seine Inhalte “aus der Hand” zu geben. Um einen Artikel lesen zu können, gelangt der Nutzer direkt auf die Webseite des Feedanbieters, wenn er den zu einem Artikel gehörenden Link öffnet.

Betreiber von Webseiten haben es wegen des großen Angebots an RSS-Feeds leicht, zielgruppenorientierte News zur Verfügung zu stellen, ohne sich selbst um die Aktualisierung der “geborgten” Inhalte kümmern zu müssen. Um die Inhalte eines Feeds in eine Webseite einzubinden, muss die URL einmal an ein Script übergeben werden. Sobald der Feedanbieter seine Inhalte aktualisiert, erscheinen die aktuellen Inhalte auf der Webseite des Betreibers.

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